Mehr als 90 000 Menschen leben in Deutschland mit HIV. Dank moderner Medikamente ist die Erkrankung heute gut behandelbar. Trotzdem bleibt der Welt-Aids-Tag am 1. Dezember wichtig: Er erinnert daran, dass Stigmatisierung und Wissenslücken weiter ein Problem sind — und dass die Versorgung weltweit noch lange nicht ausreichend ist.
Wie wirkt die antiretrovirale Therapie?
Antiretrovirale Therapie (ART) kombiniert mehrere Wirkstoffe, die das HI-Virus an der Vermehrung hindern. Bei konsequenter Einnahme sinkt die Viruslast unter die Nachweisgrenze. U = U (Undetectable = Untransmittable) — wer unter Therapie nicht nachweisbar ist, ist auch nicht ansteckend. Diese Tatsache, im wissenschaftlichen Konsens seit Jahren bestätigt, hat die Lebenswirklichkeit von Millionen Betroffenen revolutioniert.
PrEP: Schutz vor einer HIV-Infektion
Mit der Präexpositionsprophylaxe (PrEP) steht ein wirksames Werkzeug zur Verfügung, um Menschen mit erhöhtem Infektionsrisiko vor HIV zu schützen. Die Tablette wird in der Regel täglich eingenommen, alternativ in einem festgelegten Schema vor und nach Risikokontakten. Seit 2019 ist PrEP für gesetzlich Versicherte mit erhöhtem Risiko in Deutschland kostenlos verfügbar.
Welche Rolle spielt die Apotheke?
- Beratung zur Therapietreue: Eine HIV-Therapie wirkt nur bei zuverlässiger Einnahme. Wir besprechen mit Ihnen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und Tipps für den Alltag.
- Diskrete Versorgung: Auf Wunsch geben wir Ihre Medikamente diskret in einer neutralen Verpackung ab.
- Information und Aufklärung: Wir informieren über PrEP, Postexpositionsprophylaxe (PEP) und HIV-Selbsttests.
Sprechen Sie uns vertraulich an — wir beraten Sie gern.