Schätzungen zufolge leben in Deutschland rund 1,8 Millionen Menschen mit einer Demenz. Bis 2050 könnte sich diese Zahl nach Berechnungen der Deutschen Alzheimer Gesellschaft auf etwa 2,8 Millionen erhöhen. Doch die Forschung zeigt: Bis zu 40 Prozent der Demenzerkrankungen ließen sich durch beeinflussbare Risikofaktoren zumindest verzögern.
Welche Faktoren erhöhen das Demenz-Risiko?
Studien identifizieren zwölf zentrale Risikofaktoren. Dazu gehören neben dem Alter und der genetischen Disposition vor allem:
- Bluthochdruck im mittleren Lebensalter
- Diabetes mellitus und Übergewicht
- Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung
- Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum
- Anhaltender sozialer Rückzug, Depression und Hörverlust
- Niedriges Bildungsniveau in jungen Jahren
Was schützt das Gehirn?
Eine herzgesunde Lebensweise zahlt sich auch für das Gehirn aus. Dazu gehören regelmäßige Bewegung, mediterrane Mischkost mit viel Gemüse, Olivenöl und Fisch, soziale Aktivität, mentale Anregung sowie ausreichend Schlaf. Die Behandlung von Bluthochdruck und Diabetes sowie das frühzeitige Tragen eines Hörgeräts bei Hörverlust haben in mehreren Untersuchungen den größten Effekt gezeigt.
Erste Anzeichen ernst nehmen
Wenn Konzentration und Gedächtnis im Alltag spürbar nachlassen, wenn vertraute Wege plötzlich Mühe machen oder geübte Tätigkeiten Probleme bereiten, sollte das Gespräch mit der Hausärztin oder dem Hausarzt gesucht werden. Eine frühe Abklärung hilft, andere Ursachen wie Schilddrüsenstörungen oder Vitamin-B12-Mangel auszuschließen — und im Bedarfsfall rechtzeitig mit der passenden Therapie zu beginnen.
In unserer Marien Apotheke beraten wir Sie gern zu Vorsorge, Prävention und ergänzender Versorgung. Sprechen Sie uns an.